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Leitbild der Urlauberseelsorge im Dekanat Ostfriesland


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Als Seelsorge am Meer versteht das Bistum Osnabrück die Seelsorge für und mit den Menschen, die hier leben und die jährlich in großer Zahl die Region Ostfriesland einschließlich der Inseln besuchen, um Ruhe, Entspannung und Erholung zu finden und – oft als Familien – die Zeit des Urlaubs zu genießen. Sie sind uns in unseren Kirchen und den Einrichtungen der Kirchengemeinden willkommen. Wir tragen dazu bei, dass sie sich bei uns wohl fühlen und bereichert an Leib und Seele in ihren Alltag zurückkehren.

Die Vision des Bistums Osnabrück beschreibt unsere Grundhaltung: „Wir wollen eine missionarische Kirche sein, die Gott und den Menschen nahe ist. Deshalb gestalten wir unser Bistum im Zusammenleben mit den Menschen so, dass sie darin:

  • den Glauben als sinnstiftend und erfüllend, kritisch und befreiend erleben,
  • sich in ihrer jeweiligen Lebenswirklichkeit angenommen wissen,
  • ein Zuhause und Gemeinschaft finden.“

Ausgehend von dieser Vision beschreiben wir im Nachfolgenden unser Selbstverständnis, unsere Haltungen, Ziele und Arbeitsformen.

1. Unser Selbstverständnis

Als vom Bischof beauftragte Seelsorger und Seelsorgerinnen sind wir da für die in unserer Region weilenden Menschen. Gemeinsam mit uns wirken die Gastpriester, Gastküster und Ehrenamtlichen in den Gemeinden an diesem Auftrag mit. In der besonderen Situation des Urlaubs und der Kur öffnen wir den Menschen Zeiten und Räume der Besinnung und Begegnung.

Mit diesem Auftrag verstehen wir uns

  • mehr als Hörende denn als Redende,
  • mehr als Antwortende denn als Stichwort gebende,
  • mehr aus der Mitte lebend als sich verzettelnd,
  • mehr Glaubenszeugnis gebend denn als Lehrende,
  • mehr als Ruhende denn als Gehetzte,
  • mehr als Qualität bietende denn als Quantität schaffende.

Auf diese Art und Weise planen und gestalten wir Veranstaltungen an unterschiedlichen Orten der Region, wir knüpfen und pflegen Kontakte zu den Kirchengemeinden auch anderer Konfessionen sowie zu Anbietern touristischer Aktivitäten und vernetzen die Arbeit miteinander.

2. Unsere Ziele

Unsere Arbeit richtet sich an Menschen, die als Urlaubsgäste und Kurgäste hier verweilen, Menschen, die Heilung und geistliche Orientierung suchen, Menschen, die eine begrenzte Zeit Heimat suchen, Saisonarbeiter ebenso wie Ruheständler, selbstverständlich auch an Einheimische. Jeder soll sich als Kind Gottes erleben – das verbindet alle Menschen – und die Botschaft des Evangeliums sinnstiftend erfahren können.
Unsere Offenheit für die Menschen und die Unterschiedlichkeit ihrer Lebenswirklichkeiten fordern uns heraus, den Wert eines jeden Einzelnen und die Liebe Gottes zu allen Menschen erkennbar und erfahrbar zu machen.
Mit unseren liturgischen Angeboten ermöglichen wir den Menschen persönliche spirituelle Erfahrungen in einer besonders geprägten Zeit. Sie sollen in der Ruhe des Urlaubs und der Distanz vom Alltag den Glauben (neu) erfahren können.
Darüber hinaus unterstützen wir mit unseren Ideen Gremien und Gruppen in den katholischen Gemeinden, die mit ihrer pastoralen Arbeit auch die Gäste in der Region erreichen möchten.

3. Verwirklichung unserer Ziele

Für die Tourismuspastoral ist die persönliche Präsenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wesentlich. Urlauber verbinden bereits nach kurzer Zeit die unterschiedlichen Angebote mit den Gesichtern der Seelsorgerinnen und Seelsorger.

Einzigartige Orte wie der Strand, das Watt, das Meer und vor allem die architektonisch einmaligen Kirchen finden besondere Berücksichtigung in unseren seelsorglichen Angeboten.
Im Dialog mit den Orts- und Gastpriestern sorgt die Seelsorge am Meer für eine ansprechende Liturgie, die zu festen Zeiten verlässlich gefeiert wird. Weil Liturgie Menschen berührt, wenn in ihr die Verbindung von Leben und Glauben erlebt wird, nehmen wir Anregungen der Gäste wie der Ortsgemeinde auf und bringen eigene Ideen ein.

Die inhaltliche Zusammenarbeit mit den ökumenischen Partnern und eine intensive Abstimmung mit Vertretern privater und öffentlicher Anbieter im Tourismus sorgen für eine stetige Verbesserung der Angebote.

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie alle Verantwortlichen in der Tourismuspastoral sind Teil eines Netzwerkes mit Bedeutung über die eigene inhaltliche Arbeit hinaus. Darum gibt es Kontakt und Austausch zu Kirchengemeinden im Dekanat Ostfriesland, der Dekanatsebene (Pastoralkonferenz), der Bistumsebene, Hauptamtlichen wie Ehrenamtlichen und überdiözesanen Ebenen (beispielsweise die Bundeskonferenz Tourismuspastoral und die Tourismusmesse).

Durch regelmäßige kritische Evaluation der Arbeit reflektieren wir zeitnah die Resonanz auf unsere Aktivitäten und die Zielorientierung. Regelmäßige Fortbildungen qualifizieren die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für ihre Arbeit weiter.

Die Begleitung von und der Austausch mit den Pastoralteams in den Pfarreien sowie allen an der Urlauberseelsorge beteiligten Gruppen und Personen bereichert uns und schafft neue Ideen und Projekte.

Die Fachstelle für Tourismuspastoral in Norden vernetzt und unterstützt die für die Urlauberseelsorge Beauftragten durch Austausch, Konzeptentwicklung, Projektmanagement und Impulse.

Wir freuen uns, mit Ihnen in Kontakt zu kommen und zu hören, was Sie bewegt!

(Norden im Mai 2017)


Erarbeitet vom Arbeitskreis Tourismuspastoral im Dekanat Ostfriesland
Herausgegeben vom Seelsorgeamt im Bistum Osnabrück

Kontakt
Seelsorge am Meer
Carolin Hanke | Natalia Löster
Osterstr. 144
26506 Norden
Telefon: 04931 / 936 696
Email: kontakt[at]kircheanderkueste.de


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